|
ND 15.04.05Nur Globales Theater? Jugendkongress zu Umwelt und Globalisierung Von Peter Nowak Was hat Welthandel mit Umweltschutz zu tun? Soll man die Welthandelsorganisation WTO reformieren oder abschaffen? Solche Themen werden auf dem internationalen Umweltkongress »Eco-n-action« diskutiert, der heute in Berlin beginnt. Wie sich Freihandel konkret auf das Leben der Menschen auswirkt und was man tun kann, damit große Konzerne ihre Geschäfte nicht auf Kosten von Umwelt und Natur machen, bewegt die Teilnehmer des dreitägigen internationalen Kongresses »Eco-n-action«. Rund 150 Jugendliche diskutieren hierüber ab heute im Berliner FEZ an der Wuhlheide. Der Kongress ist Teil einer globalen Aktionswoche für Gerechtigkeit. Nach Angaben der Veranstalter, zu denen der BUND, Germanwatch, der evangelische Entwicklungsdienst und Attac gehören, beteiligen sich über 10 Millionen Menschen in 70 Ländern. Die Themenpalette reicht von den »Umweltproblemen in Indonesien« über den »Streitfall Gentechnologie« bis zur globalisierungskritischen Stadtführung durch Berlin. Am Samstag veranstalten Kongressteilnehmer auf dem Berliner Schlossplatz ein »unfaires Fußballspiel«: Das Team des 1. FC Freihandel tritt in nagelneuen Trikots, Schienbeinschonern und Markenschuhen an; die Spieler von Hungerleider05 haben einen Klotz am Bein, verhungern oder werden vom Schiedsrichter benachteiligt. Einige entwicklungspolitische und ökologische Gruppen kritisieren, dass die gesamte Woche der Gerechtigkeit vor allem ein globales Theater sei, das an realen Problemen wenig ändere. Veranstalter hoffen indes auf spontane Publikumsbeteiligung. Weitere Infos: www.eco-n-action.de |