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Frankfurter Rundschau vom 6.1.04Baskenprotest europaweit Hungerstreik in sieben Städten aus Solidarität mit Gefangenen In sieben europäischen Städten sind mehr als hundert Basken in den Hungerstreik getreten. Sie fordern, 700 in Spanien inhaftierte baskische Gefangene sollten in baskische Gefängnisse verlegt werden. ...
VON PETER NOWAK Berlin · 6. Januar · In Berlin sind es 27 Basken, die seit Montag fünf Tage lang protestieren. Außerdem beteiligen sich Basken in Barcelona, Brüssel, Genf, Mailand, Kopenhagen und Paris an den befristeten Hungerstreiks auf Initiative der baskischen Angehörigenorganisation Etxerat. Der Sprecher der Berliner Hungerstreikgruppe, Jon Azna, bezeichnet die Aktion als "Reaktion auf den Ausnahmezustand, den der spanische und französische Staat über das Baskenland verhängt hat". Er wirft Madrid eine Politik der Härte im Baskenland vor: Wiederholt seien Zeitungen und Jugendgruppen verboten worden. In der Verteilung von 700 baskischen Gefangenen auf Haftanstalten in ganz Spanien und in Frankreich sehen die Hungerstreikenden eine Politik des Auseinanderdividierens. Mit der Forderung nach Verlegung ins Baskenland "befinden wir uns in Übereinstimmung mit Erklärungen der UN sowie des Europäischen und des baskischen Parlaments", betonen sie. Dort werde wird das Recht von Gefangenen betont, Kontakt zu Angehörigen und Freunden zu halten. Zur Frage, wie sie zu den Anschlägen der ETA stehen, zu der viele der Gefangenen gezählt werden, sagt Anza: "Madrid spricht vom Schlag gegen den ETA-Terrorismus. Doch in Wirklichkeit geraten alle ins Visier, die für die Unabhängigkeit sind." |