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Frankfurter Rundschau18.01.03Studentenvertreter dürfen sich politisch äußern
now BERLIN, 17. Januar. Mit den Stimmen von SPD und PDS hat das Berliner Abgeordnetenhaus eine Änderung des Berliner Hochschulgesetzes beschlossen. Demnach haben die studentischen Vertreter der Berliner Hochschulen die Möglichkeit, sich zu gesellschaftspolitischen Fragen zu äußern. Bisher verhängten Gerichte immer wieder hohe Geldstrafen gegen Studentenvertretungen, die zu politischen Themen Stellung genommen hatten.
CDU und FDP stimmten gegen die Reform und kündigten Widerstand an. FDP-Politiker Martin Lindner rief die Studenten zu Sammelklagen und Zahlung der Studiengebühren unter Vorbehalt auf.
Die Bündnisgrünen enthielten sich der Stimme. Die bildungspolitische Sprecherin Lisa Paus kritisierte, dass der ursprünglich von ihrer Fraktion vorgelegte Entwurf an entscheidenden Punkten verwässert worden sei.
Der Sprecher der studentischen Arbeitsgemeinschaft "Politisches Mandat", Oliver Stoll, begrüßte die Neuregelung: "Sie hält uns den Rücken bei kommenden politischen und sozialen Auseinandersetzungen frei." Stoll kündigte an, die Neuregelung noch in diesem Semester in die Praxis umzusetzen. So soll in der deutschen Hauptstadt eine studentischen Initiative gegen einen etwaigen Irak-Krieg ins Leben gerufen werden. |