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ND 18.10.03Widerstand nicht nur gegen Hartz Vorbereitung zur 1.-November-Demo läuft
Von Peter Nowak Die Bundesregierung kann vorerst aufatmen - die Hartz-Gesetze kamen mit den Stimmen der rot-grünen Koalition durch den Bundestag. Doch eine Mehrheit im Parlament ist noch keine Mehrheit in der Bevölkerung. Dass es außerhalb des Parlaments auch noch Widerstand gegen den Sozialkahlschlag gibt, scheint der Regierung bisher entgangen. Kein Wunder, war doch vom angekündigten heißen Protest-Herbst bisher wenig zu spüren. Doch das könnte sich ändern. In der ganzen Republik wird für die Teilnahme an der bundesweiten Erwerbslosendemo am 1.November in Berlin mobilisiert. »Die Resonanz ist überraschend gut. Die Menschen sind motiviert und wollen deutlich machen, dass es ihnen reicht«, meinte ein Sprecher der Demovorbereitung gegenüber ND. Busse werden sowohl aus dem Ruhrgebiet, aus Bayern und Baden-Württemberg zur Demonstration nach Berlin fahren. Besonders aktiv bei der Mobilisierung ist Sachsen. Aus Freiberg und Dresden kommen Busse. Außerdem will in verschiedenen Städten die PDS noch eigene Busse organisieren. Die Leipziger wiederum wollen mit dem Wochenend-Ticket der Bahn zur Demonstration fahren. Dem Argument, dass die Demonstration eigentlich zu spät komme, weil die entscheidenden gesetzlichen Weichen für den Sozialabbau längst gestellt wurden, begegnen die Aktivsten mit dem Hinweis, dass längst weitere Kürzungen in Vorbereitung sind. In dem zentralen Demonstrationsaufruf heißt es dementsprechend: »Die Angriffe auf die sozialen Sicherungssysteme haben in Deutschland verschiedene Namen. Agenda 2010, Hartz, Rürup und Gesundheitsreform.« Nun müsste noch die Herzog-Kommission der CDU der Aufzählung beigefügt werden. Infos mit Kontakttelefonnummern finden sich im Internet unter der Rubrik »Busse nach Berlin« auf der Homepage www.demo-gegen-sozialabbau.de. Teilnehmer aus Orten, von denen keine Busse fahren, können sich auf der Homepage in eine Mitfahrerbörse eintragen. |