taz vom 2.2.2002Kinderfest statt Straßenschlacht
Einen 1. Mai in Kreuzberg ohne Gewalt strebt die "Initiative Politischer 1.
Mai in Kreuzberg 2002" an. Erklärtes Ziel des Bündnisses, dem auch die
Politikprofessoren Peter Grottian und Wolf-Dieter Narr angehören, ist die
"Repolitisierung des 1. Mai" jenseits der "Gewaltfixierung" der vergangenen Jahre. Am
1. Mai will das Bündnis in Kreuzberg ein Bürgerfest organisieren. Workshops
zur Globalisierungsbewegung oder zur multikulturellen Gesellschaft gehören zu
dem Konzept wie ein Kinderfest und Konzerte. Andererseits fordern die
Mitglieder der Initiative eine "polizeifreie Zone", um das Aufschaukeln von
Aggressionen zu vermeiden. Der neue Senat wird zur Kooperation aufgerufen: Mit dem
Vorhaben "Politischer 1. Mai" müsse ein "Lernprozess der etablierten Parteien,
der Verwaltung und der Polizei einhergehen". Aus dem Spektrum der radikalen
Linken ist bisher nur ein Vertreter der Antifaschistischen Aktion Berlin (AAB)
in der Koordinierungsgruppe vertreten. PN