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ND07.11.2008Wettbewerb gegen Überwachung
Freiburg (ND-Nowak). »Überwachungskamera entdeckt?« lautet die Frage auf der Homepage eines von der Studierendenvertretung der Universität Freiburg gemeinsam mit Datenschützern ausgerufenen Wettbewerbs. »Wir haben für den bundesweiten Wettbewerb über 200 Hochschulen angeschrieben und 20 000 Postkarten gedruckt«, erklärte Daniel Miehe vom Freiburger U-AStA-Vorstand. Die Resonanz auf den Aufruf sei bisher sehr positiv.
Doch nach dem Einsendeschluss am heutigen Freitag geht die eigentliche Arbeit für die Initiatoren erst richtig los. Dann soll nach der Sichtung der Meldungen Deutschlands bestüberwachteste Stadt gekürt werden. Freiburg zählt schon jetzt zu den Favoriten. Aus den Rückmeldungen könne man jetzt schon ein ganzes Kameranetz der Stadt erstellen, meinte Miehe. Da aber auch aus anderen Städten Informationen über Kamerastandorte einlaufen, ist im Städtewettbewerb noch alles offen.
Nach dem Kamerawettbewerb beginnt an der Freiburger Universität die Aktionswoche »Gegen Überwachung – für BürgerInnenrechte«. Vom 10. bis zum 14. November soll es Vorträge, Podiumsdiskussionen und Aktionen rund um das Thema Überwachung und Gegenwehr geben. Ein Baustein dazu sind die Ergebnisse des Kamerawettbewerbs, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. Die übermittelten Orte der Überwachungskameras sollen unter www.openstreetmap.org als Open-Source-Projekt ins Netz gestellt werden. »Damit wollen wir vielen Menschen die Gelegenheit geben, sich gegen die zunehmende Überwachung zu engagieren«, betont Miehe.
Auf
www.kamera-wettbewerb.de kann der genaue Standort der Kamera eingetragen werden. Als Anreiz werden unter den Teilnehmern kleine Geldpreise verlost.