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ND25.07.2008Psychologen diskutieren über Forschungsmethoden
Berlin (ND-Nowak). Möglichkeiten und Grenzen politischen Handelns in den Sozialwissenschaften will ein dreitägiger von der »Neuen Gesellschaft für Psychologie« organisierter Kongress in der nächsten Woche in Berlin ausloten. Der Kongress beginnt am Montag mit einem Vortrag des Leipziger Sozialwissenschaftlers Peter Ullrich, der seine Thesen zu Forschungsmethoden und Gesellschaftskritik vorstellen wird, über die im Anschluss diskutiert werden soll. Am Dienstag und Mittwoch tagt der Kongress an der Freien Universität Berlin. Dort setzt sich der Sozialwissenschaftler Eri Park mit dem Verhältnis von Forschern und Beforschten auseinander. Die Rolle der Massenmedien sind ebenso Gegenstand einer Podiumsdiskussion auf dem Kongress wie die antirassistische Pädagogik und die zunehmende Entpolitisierung der Drogenhilfe.
Die Veranstalter wollen laut Ankündigung die häufig propagierte Neutralität und Objektivität der Wissenschaft nicht kritiklos anerkennen und fragen, ob sie nicht oft häufig Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Status Quo dient. »Können Marginalisierte wi(e)dersprechen?« heißt eine Fragestellung des Kongresses. »Natürlich«, lautet die Antwort der Sozialwissenschaftlerin Dorothee Röhr in ihrem Kongressbeitrag. »Aber können wir sie auch verstehen?«
Infos zum Kongress gibt es unter www.ngfp2008.org