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ND 01.02.2008Protest von Studenten der FU-Berlin
Berlin (ND-Nowak). Mehrere hundert Studierende der Freien Universität (FU) Berlin protestierten gestern auf satirische Art und Weise gegen die Hochschulpolitik des FU-Präsidenten Dieter Lenzen. Ein »Dieter-Lenzen-Fanclub« trug große Porträts des FU-Präsidenten durch die Universitätsgebäude der Universität. Für viele Studierende steht der FU-Präsident für eine Ausrichtung der Hochschule an den Interessen der Wirtschaft. Seit der Einführung der Bachelor-Studiengänge steige der Stress und die Überlastung, hinzu komme die Unsicherheit über die Perspektive, weil der Zugang zu den Masterstudiengängen stark beschränkt wurde, klagen die Studierenden.
Der Aktionstag wurde seit Ende November letzten Jahres von Studierenden aus unterschiedlichen Fakultäten vorbereitet. Dennis Lantzberg von der Aktionstag-Vorbereitungsgruppe nennt gegenüber ND noch andere Gründe für den Protest. Dazu gehöre die Weigerung des FU-Präsidiums, den Nordamerikanistik-Professor Albert Scharenberg trotz klarer Empfehlung der Berufungskommission einzustellen. Für die Studierenden reihe sich die Maßnahme in eine Serie von Entscheidungen der Universitätsverwaltung ein, mit der die Interessen der Studierenden ignoriert würden.
Die Organisatoren sind mit dem Verlauf des Protesttags, der am Nachmittag mit einer Demonstration durch den Campus endete, zufrieden. Es habe sich gezeigt, dass in den unterschiedlichen Fakultäten die Bereitschaft zum Protest vorhanden ist. Daran lasse sich auch in Zukunft anknüpfen. »Ein wichtiges Ziel des Aktionstages war die Politisierung von Studierenden und die Schaffung von Strukturen, damit wir im nächsten Semester größere Proteste vorbereiten können«, meinte Dennis Lantzberg.