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ND 29.06.07Freiheit von Timo B. gefordert
In Griechenland und Deutschland demonstrierten in den letzten Tage Studierende für die Freilassung von Timo B. Der 31jährige Berliner sitzt seit 20. Februar in Griechenland im Gefängnis. Die griechische Justiz wirft ihm Beteiligung an militanten Auseinandersetzungen bei Studentenprotesten in Thessaloniki vor. B. bestreitet die Vorwürfe. Er habe als Tourist Kontakte zu Studierenden bekommen und bei einer Universitätsparty geholfen, bei der es dann zu den Auseinandersetzungen gekommen ist. Er habe vergeblich versucht, den Campus zu verlassen.
Betreut wird B. von der studentischen Initiative "Unistreik International". Michael Sorge vom Asta der Freien Universität hat B. im Gefängnis besucht. Auch die Berliner Linkspartei fordert B. Haftentlassung. "Es ist rechtswidrig, dass er nur auf Grundlage der fragwürdigen Aussagen zweier Polizisten immer noch in griechischer Untersuchungshaft ist", erklärte das Mitglied des Abgeordnetenhauses Evrim Baba. Doch noch ist offen, wann B. freigelassen wird. In Griechenland kann eine Untersuchungshaft bis zu 18 Monaten dauern.

Peter Nowak