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ND03.03.06Rektorat der Uni Bielefeld weiter von Studenten besetzt Leitung stellte Ultimatum / Räumung in den nächsten Tagen erwartet Von Peter Nowak Mitten in den Semesterferien herrscht an den meisten Universitäten gähnende Leere. Nicht so in Bielefeld. In der Unihalle ist ein Infostand aufgebaut und von der Balustrade hängen selbst gemalte Transparente, die regelmäßig erneuert werden. Sogar Schlafsäcke sind in manchen Räumen der Uni zu finden. Denn am 1. Februar haben Studierende das Rektorat besetzt. Sie fordern neben der Rücknahme der Studiengebühren in Höhe von 500 Euro auch mehr inneruniversitäre Demokratie und den Rücktritt des Unipräsidenten Dieter Timmermann. Es sei eine spontane Aktion gewesen, meint Soziologiestudent Thomas gegenüber ND. »Es waren viele vorher politisch nicht organisierte Studierende, die sich nach einer Sitzung des akademischen Senats zur Besetzung entschlossen haben.« Die Resonanz an der Universität hielt sich in Grenzen. »Wir hätten uns doch etwas mehr Rückhalt gewünscht«, meinte Idris Riahi, einer der Aktivisten. Schnell wurden Kontakte zu anderen sozialen Gruppen außerhalb des Campus geknüpft. So wird die Aktion u. a. vom Bielefelder Sozialforum, Attac, Gewerkschaftsgruppen und der im Stadtparlament vertretenen Linkspartei unterstützt. Auch am Campus gibt es Sympathien für die Besetzer. So haben sich die Gleichstellungsbeauftragte und die Bafög-Beratung solidarisch gezeigt. Doch in den letzten Tagen drohte eine Eskalation. Der Unipräsident stellte den Besetzern ein mittlerweile verstrichenes Ultimatum zum Verlassen der Universität und drohte mit polizeilicher Räumung. Die Studierenden beschlossen daraufhin, das Rektorat zu verbarrikadieren. Auch bei einer Räumung will man sich jedoch nur gewaltfrei widersetzen. Die Studierenden rechnen mit einer Räumung in den nächsten Tagen. Die Hoffnung auf einen anderen Ausgang haben sie jedoch noch nicht aufgeben. Im benachbarten Paderborn war das Unirektorat ebenfalls von protestierenden Studierenden besetzt. Dort trat der Unipräsident mit den Besetzern in einen Dialog. Danach beendeten die Kommilitonen ihre Aktion. |