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ND 2.05.06Nazi-Zeitung lobt CDU-Innenminister Ex-Direktor des Amtsgerichtes Eisenhüttenstadt äußert sich in DVU-Blatt zu Überfall in Potsdam Die Auseinandersetzung um den Überfall auf einen Afrikaner in Potsdam wird auch in rechten Kreisen ausführlich diskutiert. Dabei bekommen manche Unionspolitiker wohl nicht gerade willkommene Bundesgenossen. "Schäuble und Schönbohm hatten Recht", titelte die neonazistische Deutsche Nationalzeitung (DNZ) des DVU-Vorsitzenden Gerhard Frey. Das Blatt verteidigt die beiden CDU-Politiker, weil sie den rassistischen Charakter des Potsdamer Überfalls bis heute vehement bestreiten. Die DNZ hat dafür einen weiteren prominenten Kronzeugen aufgetrieben, der ihr sogar ein langes Interview gibt: Es handelt sich um den ehemaligen Vorsitzenden des Brandenburger Landgerichts Werner Ruppert. Er war von 1991 bis 2003 Direktor des Amtsgerichts Eisenhüttenstadt und dort unter anderem für die Verfahrung gegen die Bewohner der Zentralen Anlaufstelle für Asylbewerber zuständig. Rupperts Prozessführung wurde immer wieder von Flüchtlingsinitiativen und antirassistischen Gruppen heftig kritisiert. Als "Schnellrichter von Eisenhüttenstadt" wurde er wegen seiner vielen Verurteilungen von Asylbewerbern tituliert. 1999 wurde Ruppert vom Brandenburger Flüchtlingsrat symbolisch ein Denkzettel verliehen. Als Begründung wurden seine "öffentlichen, klar vorurteilsgeprägten Äußerungen" genannt. "Ich halte von Multi-Kulti überhaupt nichts, ich bin nämlich der Meinung, es gibt Kulturen, und in dem Moment, wo man diese Kulturen vermischt, ist das genauso, als würden Sie verschiedene edle Weinsorten vermischen. Was da rauskommt, das weiß jeder," wurde Ruppert von Brandenburger Flüchtlingsrat zitiert. In seinem Interview mit in der DNZ bezeichnet Ruppert die öffentlichen Diskussionen nach dem Überfall in Potsdam als "völlig unangemessen. Da passt nur ein Wort: Hysterie." Er spricht von einer Instrumentalisierung durch die Medien, um Kritik an der Multi-Kulti-Gesellschaft zu verhindern. Die Überfälle auf Flüchtlinge sieht der ehemalige Richter als "teilweise von Medien bewusst provoziert. Presseleute heizten die Eisenhüttenstädter Jugendlichen in der Kneipe an, heuerten Provokateure an, ließen Alkohol ausgeben." Wenn es doch Angriffe gab, waren die Opfer nach Meinung von Ruppert zumindest in Eisenhüttenstadt selber Schuld. "Hier hat meines Erachtens die im Verhältnis zur Bevölkerungsgröße hohe Asylbewerberzahl und das Verhalten vieler Asylbewerber eine wesentliche Rolle für ausländerfeindliche Straftaten gespielt." Auf seinen Ruf als Schnellrichter von Eisenhüttenstadt ist der Richter a.d. noch heute stolz. "Schon ab 1992 haben wir in Eisenhüttenstadt übrigens auf beschleunigte Verfahren gesetzt - mit durchschlagendem Erfolg. Die Täter standen meist schon am nächsten Tag vor dem Richter. Peter Nowak |